Für einen lebenswerten Stadtteil Interkulturelles und interreligiöses Engagement für den Klima- und Umweltschutz

Das Projekt

Ausgangslage

Bewohnerinnen und Bewohner können viel dazu beitragen, ihr Wohnumfeld zu verbessern. Konkrete Möglichkeiten zur Beteiligung und Teilhabe führen zu einer positiven Identifikation mit dem Stadtteil und zu einer höheren Lebensqualität.

Aus zahlreichen Studien ist jedoch bekannt, dass sich in den Wohnquartieren der unteren sozialen Lagen viele Umweltprobleme, insbesondere Luftverschmutzung und Lärmbelastung, häufen und gleichzeitig der Zugang zu Grün- und Erholungsflächen eingeschränkt ist. In diesen benachteiligten Stadtteilen ist die Lebensqualität daher deutlich vermindert.

Die von den Bewohnerinnen und Bewohnern oftmals empfundene Benachteiligung gekoppelt mit einem Ohnmachtsgefühl führt dazu, dass lieblos mit dem Wohnumfeld umgegangen wird: Müll wird achtlos ‚entsorgt‘, öffentliche Grünanlagen und Plätze werden ‚vermüllt‘, Parkbänke u.ä. zerstört. Es mangelt zudem häufig an Respekt und Toleranz im Umgang miteinander.

Ziele

Mit den Aktivitäten im Rahmen des Projekts sollten in ausgesuchten Stadtteilen verschiedene Akteure, wie z.B. Unternehmen und Vereine sowie Bewohnerinnen und Bewohner, dafür gewonnen werden, sich für einen lebenswerten Stadtteil einzusetzen und Verantwortung für das Miteinander und die Umwelt zu übernehmen. Der Fokus lag auf Stadtteilen mit einer heterogenen Bewohnerstruktur überwiegend einfacher sozialer Lagen. Mit niedrigschwelligen und attraktiven Angeboten sollten die unterschiedlichen Zielgruppen ((mit und ohne Migrationshintergrund) an die Möglichkeiten der Beteiligung und Teilhabe herangeführt werden und darüber die Wirksamkeit des eigenen Handelns erfahren. Im Mittelpunkt standen dabei Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen, die es in den Stadtteilen gibt und von den dort lebenden und arbeitenden Menschen benannt werden.

Ziel war die Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil – sozial und ökologisch. Bei den Aktivitäten ging es darum, das Wir-Gefühl bzw. die Identifikation mit dem Stadtteil zu stärken sowie die eigenen Mitgestaltungsmöglichkeiten erfahrbar zu machen, nach dem Motto: „Wir alle können dazu beitragen, dass unser Stadtteil lebenswerter wird. Es liegt in unserer Hand.“

Umsetzung

In fünf Städten (u.a. Berlin, Hamburg, Hannover) wurden quartiersbezogene Aktivitäten durchgeführt. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Geschäftsleuten, den existierenden lokalen Netzwerken und anderen Akteuren aus dem Stadtteil wurde überlegt, welche Herausforderungen und Potentiale bestehen und wie diese genutzt werden können. Dafür wurden Befragungen, Gespräche und Diskussionsveranstaltungen mit den Zielgruppen im Stadtteil bzw. in den ausgewählten Quartieren geführt. 

Die Maßnahmen vor Ort wurden gemeinsam mit lokalen Einrichtungen und Akteuren (Umwelt- und Verbraucherverbänden, Schulen, Kindergärten, Volkshochschulen, Quartiertreffs, Nachbarschaftshäusern, Wohnungsgesellschaften, Kirchen, Moscheen u.ä.) entwickelt und durchgeführt. Fach Möglichkeit wurden vorhandene Anlässe, wie Stadtteil- und Straßenfeste, im Quartier genutzt.

Die Ergebnisse und Erfahrungen mit den Aktivitäten vor Ort wurden in einer Handreichung zusammengefasst und auf einer Abschlusstagung in Berlin vorgestellt.

Projektkoordination

Dr. Christine Katz (diversu)
Dr. Silke Kleinhückelkotten (ECOLOG)


Saisonkalender für alle Projektstandorte

Der im Rahmen des Projektes erstellte Saisonkalender kann hier als PDF heruntergeladen werden:

Saisonkalender Download

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